Raumfahrt aktuell

NASA kündigt ersten bemannten Flug zur ISS durch eine private Firma an

SpaceX hat’s geschafft - Boeing ist aus dem Rennen!

Die NASA hat offiziell bestätigt, dass schon in 2-3 Monaten eine Crew Dragon die ersten beiden Astronauten zur International Space Station fliegen wird. Wenig überraschend, wenn man die Software-Probleme Boeing’s beim Testflug der Starliner-Kapsel im Dezember 2019 bedenkt. SpaceX wird damit zur ersten privaten Gesellschaft, die ein bemanntes Raumschiff in’s All schickt, während Boeing immer stärker im Sumpf der Software- (und Design-) Probleme versinkt.

Beim Testflug des Starliner-Raumschiffs traten mehrere Software-Probleme auf, die auch katastrophal hätten enden können und die erst während des Fluges entdeckt worden sind.  Hätte Boeing ihren Software-Kode vor dem Flug genügend geprüft, wären die Fehler vermeidbar gewesen. Dies alles, obwohl Boenig deutlich mehr Geld aus dem NASA-Topf für die Entwicklung ihres Orbiters erhalten hat ($5.1 Milliarden im Vergleich zu $3.1 Milliarden).

Die NASA ist entsprechend besorgt über die mangelhafte Qualitätskontrolle bei dem einstmals führenden Luft- und Raumfahrtskonzern. Die Affäre um die tödlichen Abstürze der 737 Max weckt unschöne Erinnerungen!


Die Startrakete wird eine Falcon-9 sein, bestehend aus dem Falcon-9 Booster B1058 und einer Falcon-9 Oberstufe. Alle Bestandteile sind fertig gebaut und intensiv getestet.

Boeing Starliner

Crew Dragon der Firma SpaceX

Erste private Mondlandung gescheitert

Erste private Mondlandung gescheitert

Der erste rein privat finanzierte Versuch einer robotischen Mondlandung ist am 11. April um 21:23 MESZ gescheitert.

Die von SpaceIL, einer Gruppe israelischer Weltraumenthusiasten, gebaute Sonde wurde am 22. Februar 19 an Bord einer Falcon-9 von SpaceX gestartet und erreichte am 4.4.19 eine eliptische Umlaufbahn um unseren Trabanten.

Während des Landeanfluges kam es zu Problemen mit dem Trägheits-navigationsgerät und einem Ausfall der Telemetrie.

Trotz geglücktem Neukontakt mit der Sonde gelang es nicht mehr, das Gerät genügend abzubremsen. Die Beresheet genannte Sonde schlug in der Folge mit hoher Geschwindigkeit im Mare Serenitatis auf.

Eine Nachfolgemission ist geplant. Wir drücken die Daumen!

TESS erfolgreich im Orbit


Finden wir bald erdähnliche Planeten in unserer Nachbarschaft?


Das schon am 18.4.18 an der Spitze einer Falcon 9 (SpaceX) gestartete Weltraumobservatorium TESS (Transit Exoplanet Survey Satellite) befindet sich noch in der Testphase, wird aber seine wissenschaftlichen Arbeiten Ende Juli 2018 aufnehmen. 

Seine Aufgabe ist es, die Helligkeit von ca 200 000 helle Sterne aus unserer Nachbarschaft während zweier Jahre genauestens zu beobachten. Sollte sich ein Planet vor einem dieser Sterne bewegen, so wird er das Licht des Sterns abdunkeln. Geschieht diese teilweise „Sternfinsternis“ regelmässig, so können die Wissenschaftler die Existenz eines Planeten absichern und wertvolle Daten über den Planeten gewinnen.

Ziel ist es, erdähnliche Planeten möglichst nahe unserer Erde zu finden. Diese Planeten können danach mit  bodengestützten Observatorien genauer untersucht werden. Spannend wäre es, einen Planeten mit Sauerstoff oder Methan in der Atmosphäre zu entdecken. 

Diese Gase können in grösseren Mengen fast nur durch Lebewesen in die Lufthülle gelangt sein. 


ES wird spannend!

Start am 18.4.18 an der Spitze einer Falcon 9. Erstmals durfte die Firma SpaceX eine High Priority Mission der NASA ins Weltall befördern. Alles verlief bisher nach Plan.


Komplizierte Bahnmanöver und eine Passage beim Mond waren geplant und nötig, um TESS auf seine stabile Bahn zu befördern. 

Alle Abbildungen : NASA